Gender & Sex

Die deutsche Sprache besitzt ein Problem: das generische Maskulinum. Dies bedeutet, es wird üblicherweise die männliche Form benutzt, obwohl tatsächlich kein bestimmtes oder alle Geschlechter gemeint sind.

Obwohl in der Sprache fast nur ein Geschlecht genutzt wird, gibt es doch tatsächlich nicht nur eines oder zwei, sondern mehrere Geschlechter (sowohl im Sinne von Gender als auch Sexus).

GendersignDa Sprache immer auch etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat, sollten wir uns hierzu Gedanken machen. Leider gibt es im Deutschen bisher keine 100%ig zuverlässige Möglichkeit gender-gerecht oder gender-neutral zu formulieren. Dies liegt zum einen daran, dass sich bestehende Sätze nicht einfach gender-gerecht oder gender-neutral ergänzen lassen ohne den Lesefluss zu stören. Zum anderen liegt es auch daran, dass es noch nicht mal grammatikalische Formen für diejenigen Geschlechter gibt, die nicht männlich oder weiblich sind.

Sprache hat sich immer schon verändert und wird sich weiter verändern. Bis jedoch neue gerechtere Konventionen getroffen werden, kann jeder Mensch selbst überlegen wie diesem Problem sinnvoll begegnet werden kann.

Wir von Humakt e.V. haben uns beispielsweise in unseren Publikationen entschieden für die Spielleitung immer die weibliche Form „Erzählerin“ und für die Spielenden immer die männliche Form „Spieler“ zu wählen. Diese Wechselform mag die Geschlechter zwar nicht vollständig gleich wiedergeben, dafür kommt sie ohne Zusatzzeichen aus und lässt sich daher sehr leicht lesen und sprechen.

Auf unserer Website haben wir uns dagegen für eine andere Variante entschieden. Überall wo es problemlos möglich ist, verwenden wir das sogenannte Gender-Sternchen (*). Dieses trennt normalerweise einen weiblichen Wortteil vom männlichen Wortteil und signalisiert darüber hinaus, ähnlich wie bei einem Fußnoten-Sternchen, dass es noch mehr gibt als das im Satz selbst beschriebene. Dort wo das Gender-Sternchen nicht möglich ist, weil z.B. zwei unterschiedliche Artikel benutzt werden müssten, verwenden wir ausschließlich die weibliche Form. Dies ist zwar auch nicht zu 100% gerecht aber, wie wir finden, ein guter Kompromiss aus gender-bewusster Sprache und Lesbarkeit.

Egal welchem Geschlecht oder welchen Geschlechtern Du Dich zuordnest, wir wünschen Dir viel Freude beim Lesen unserer Publikationen und unserer Website.